Mittwoch, 19. Oktober 2011

Bananen-Reismuffins und erste Uni-Eindrücke...

First: Food!

Da meine Mitbewohnerin Ihren Geburtstag in gemütlichem Kreise bei uns nachgefeiert hat, eben zur Kaffee- und Kuchen-Zeit, war´s doch klar, dass ich Muffins backen muss! ;)

Im Schrot & Korn hab ich letztens ein tolles Rezept gelesen:

Bananen-Reismuffins

Mit richtigem Reis und nicht dem pampigen Reismehl. Yeah!

Hier das Rezept für 12 Muffins:
50g Vk-Rundkornreis
200g Dinkel-VK-Mehl
80g Kokosflocken
50g Rosinen
1 geh. TL Weinstein-Backpulver
1 Msp. Vanille & Zimt
1 Prise Salz
2 Bananen
100ml Wasser
130g Agavendicksaft

1. Reis in 350ml Wasser zugedeckt in 40 Minuten sehr weich kochen. Abkühlen lassen.
2. Mehl, Kokosflocken, Rosinen, Backpulver, Vanille, Zimt und Salz in einer Schüssel gut verrühren.
3. Öl, Wasser, Agavendicksaft und Reis unter das Mehl heben. Nur kurz rühren. Der Teig sollte wie ein lockerer Brei vom Löffel gleiten. Die Bananen klein schneiden und vorsichtig unterheben.
4. Teig in gefettete Muffin-Formen füllen. Bei 175 Grad 25 Min. backen.
5. Abkühlen lassen, aus der Form lösen und etw. Agavendicksaft darüber verteilen. Mit Kokosflocken dekorieren.

Haben meine Mitbewohnerin, ihre Gäste, ihre Arbeitskollegin und mich überzeugt. Das ist doch was. :)
Danke Schrot & Korn!


Uni-Eindrücke...

So viel gibt´s da noch nicht zu erzählen. Bisher hatten wir eine Dekanats-Begrüßung der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät und eine Einteilung in Praktikums-Gruppen. Am Donnerstags gibt´s die erste Portion Chemie.

Ein paar Kommiliton(inn)en wissen bereits über meine Ernährung bescheid. Die Reaktionen bisher waren aber echt super nett und interessiert. Also noch passt das alles. ;)
Tja...aber was das Studium angeht könnte es schwierig werden.

1. Mensa: Es gibt da sogar ein Zeichen für Vegan - allerdings hab ich das bisher in keinem Speiseplan gesehen. Wenn aber in normalerweise vegane Gerichte (nur als vegetarisch ausgezeichnet) nicht unbedingt Ei etc. reinkommt, und man einfach diesen merkwürdigen Quarkdip (warum sollte man das überhaupt dazu essen?) weglässt, könnte es klappen. Aber die 7 Minuten Heimweg könnte ich sonst für ein lecker self-made-Gericht auch investieren.

2. Die gute alte Milch? In einer kleinen und sehr informativen Broschüre der Fakultät befand sich ein Zettelchen zur "Arbeitsgruppe Milch". Ahja. Die hat hier wohl einen guten Ruf. Toll. Ich seh mich schon ganz allein gegen Milch plädieren...Puuh. Die ganzen tollen Anti-Milch-Argumente sollte ich mir alle mal parat halten und ganz genau mit allen Hintergründen auswendig lernen! :)
Ein zweiter Milch-Indiz: In einem Hörsaal steht eine lebensgroße Plastik-Kuh mit dem Aufdruck "Milch ist gut" oder so ähnlich. Graus oh graus. Naja - Argumente her und gut ist!

3. Von zukünftigen "Feinden" umgeben: Tja - wenn sie studieren: Was studieren denn die ganzen Hähnchenzüchter, Schweinebauern etc.? Agrarwissenschaften. Ob das wenigstens Bio wird? Wer weiß. Aber Fakt ist: ich bin umgeben von Wannabe-Bauern - grob gesagt. Ausnahmen sind willkommen!

4. Die Kuh im Burger.
Nachdem sich die Fachschaft mit Unterstützung einer ppt-Präsentation vorgestellt hat, wurde die ganze restliche Zeit nur noch folgendes Bild projiziert:


Eine besoffene Kuh, mit Weizengras im Mund, lächelnd, zwischen zwei Brötchen, Käse und Tomaten. Wie makaber ist das bitte? Ich war stark irritiert. Fachschaft - nein danke! Mmh - oder GERADE DESHALB - um frischen, tierfreundlicheren Wind reinzulassen? Aber ich glaub das wird hart. Zu hart für einen relativen Neuling wie mich.

Ich halte Euch mal auf dem Laufenden, was man noch so alles "unveganes" gelehrt bekommt!

Kommentare:

  1. Hm die sehen wirklich lecker aus die backe ich mal nach. Viel Glück und Erfolg für dein Studium :-)
    herzliche Grüße zahnfeee

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  2. Die Muffins hab ich auch gesehen un dwollte sie backen, also mal schauen :)

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  3. Ach gottchen...Genau aus den Gründen, die du genannt hast, habe ich mich als Veganerin gegen ein Ökotrophologiestudium entschieden. Ich hatte mich schon über viele Unis informiert und bei Kiel ist mir auch besonders die "Milch" in erinnerung geblieben. Dort wird doch auch geforscht, wie man Kühe noch efizienter machen kann usw... Das hat mich ziemlich abgeschreckt. Auch, das viele Professoren, deren Meinung ich bis jetzt gehört habe, haben immer Dinge wie "Milch ist unverzichtbar für starke Knochen", von sich gegeben. Ich hatte auch Angst, in einer Vorlesung sitzen zu müssen, in der genau das erzählt wird, was ich für falsch halte. Naja, ich hoffe, die Leute sind dennoch aufgeschlossen und nicht so festgefahren in ihrer Meinung. Vielleicht schaffst du es ja, ein Umdenken zu bewirken? :D Ich wünsche dir trotzdem ganz viel Spaß beim studieren, berichte auf jeden Fall, was an der Uni so los ist, ok? :)

    liebe Grüße, Annalein

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  4. Danke Zahnfee! :)

    @Vegannalein: Da hast Du schon recht - vor den "Milchanpreisungen" fürchte ich mich auch ein wenig. Schleswig Hostein ist da wohl generell sehr Milch-liebend und Kühe-diskriminierend eingestellt - leider! Aber vorerst gibt es mit Chemie, Anatomie d. Menschen, Mikriobiologie, VWL etc. nur die Basics. Also bis es zum "wunden Punkt" kommt, dauert es noch ein Weilchen. Ich halte Euch trotzdem natürlich auf dem Laufenden! :) lg, lischen

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  5. Mein Freund studiert Biologie und da wird auch so gefährliches Halbwissen beigebracht :-(
    Hab mich aber auch shcon mal über Agrarwiss informiert und war abgeschreckt von dem meinsten Unis. Ich seh einfach nicht ein, dass ich lernen muss wie gut chemischer Dünger ist oder wie man Tierproduktion optimieren kann. Schrecklich!

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