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Mittwoch, 9. November 2011

Uni-Update: Die Milch-Vorlesung! inklusive vegetarischer Mensa-Bratwurst...

Die erste Milch-Vorlesung

Ach ja - heute musste ich lachen. Kommt oft vor - aber das war ein besonderes Lachen. Nämlich als der Prof. verkündet hat "Und nun machen wir weiter mit der Milch-Hygiene"...Ein Thema, dass aus veganer Sicht eine gewisse sarkastische Situationskomik hervorruft (für mich zumindest). Gepaart mit einer gewissen Neugier "Was der hochintelligente, professionelle Prof. so darüber von sich zu geben hat."
Gut - dass er generell in enger Verbindung zum "Institut für Tierzucht und Tierhaltung" steht, lässt da nicht groß auf "gute Nachrichten" hoffen.

Nun ja - es war wirklich interessant.
Die "beste" Aussage war diese hier:
"Wie man an dieser Grafik sieht, stecken unglaublich viele Vitamine und Mineralstoffe in der Milch. Also könnte man sich quasi statt so einer Vitamintablette einfach jeden Tag ein Glas Milch gönnen." Yeehaaa. Genau...:P

Das zweitbeste war Folgendes:
Ein Kommilitone fragte, ob nicht das Calcium der Milch schlechter vom Körper aufgenommen wird, weil es tierischen Ursprungs ist. Er:
"Nein, also Calcium wird generell - egal ob tierisch oder pflanzlich - nur teilweise bis max. 20 % tatsächlich vom Körper aufgenommen."

Hach ja. Interessant.

Durch kurzes, absolut unbeabsichtigtes virtuelles Stöbern durch die Uni-Bib bin ich auf das Buch "Milch besser nicht" gestossen. Ausleihbar. Das werd ich mir bald mal gönnen. Und ihn dann mit geballtem Anti-Milch-Wissen in die Ecke "battlen"! :)

Hier noch eine Grafik zum Themenabschluss...Nennen wir sie: "Die Hand". Es ging um den Reiz, den eine Kuh braucht, damit die Milch tatsächlich fließt...

Mensa goes veggie (Bratwurst)!

Kurz vor dieser Vorlesung gab es aber keine kleine "Revolution".
Die Mensa 2 hatte eine vegetarische Bratwurst. Und das sogar im Dauersortiment. Ich habe jetzt einmal angenommen, sie ist auch vegan. Wollte eigentlich fragen, aber bei dem riesigen Ansturm an der Würstchenabteilung hab ich mich ehrlich gesagt dann doch nicht getraut.
Dazu gabs dann einen Karottensalat (nicht essbar, da schätzungsweise 50g Zucker enthalten...) und einen Irgendwas-Mischsalat.

Gut, wie man sieht, sieht man nix. Das arme Würstchen konnte vor lauter Currysoße nicht mehr atmen. Die Soße war allerdings nicht schlecht. Die Wurst war auch echt lecker! Von der Konsistenz her nicht wirklich zu verwechseln mit Bratwurst, dennoch sehr lecker und gut gewürzt. Zum Glück nicht direkt so wie echte Bratwurst, denn die mochte ich auch vorher nie! Ach ja, der Preis: 1,50€ (ohne Salate). Ich hätte noch eine große Portion Pommes bekommen können, aber das ist nicht wirklich mein Fall. Glaube, dann hol ich mir vll. doch nen Spacebar...?

Übrigens gibt es seit gestern in unseren Mensen nun immer zwei vegetarische Gerichte! Yeah! Die Wahrscheinlichkeit, dass sie vegan sein können, ist also höher. ;) Das vegane war heute allerdings gefüllte Paprika. Ieks - Ich HASSE dieses Gemüse mehr als alles andere!

Gut - nächste Woche dann mehr vom Uni-Geschehen. Denn in Hygiene kommt nächstes Mal das "köstlichste"...die Fleischhygiene. Übernächste Woche wird die getoppt von Eier- und Putenhygiene (oder wie sich das nennt). Also - seid gespannt. ;)


Übrigens - Entschuldigt die vielen " ". Aber irgendwie passten die heute hier besonders gut rein...

Freitag, 21. Oktober 2011

Veganer self-made-Fisch in zwei Variationen

Veganer Käse - check, Vegane Bolognese - check, Veganes Steak - check. Das einzige, was ich noch nicht selber in der Küche imitieren wollte, war bisher Fisch.

Nun kann ich sagen: check, check!
Denn ich hab gleich zwei Rezepte ausprobiert.

Fischfilet aus Kichererbsen und Kapern an Grünkohlsalat

Fischfilet:
150g Kichererbsen, eingeweicht (Nass-Gewicht)
30g Kapern, etw. Kapernsaft
Salz

Die Kichererbsen hab ich 2 Tage spriessen lassen - aber es reicht auch, wenn man sie 24-48 Stunden nur in Wasser einweicht. Diese dann mit den Kapern pürieren. Mit etwas Salz abschmecken (was da noch ziemlich merkwürdig schmeckt).

Dann in heißem Öl von beiden Seiten ca. 7 Minuten anbraten. That´s it!
Dazu hab ich meinen ersten frischen Grünkohl mit Öl, Zitrone, Salz und Sesam "massiert" und serviert. Vegane Mayo könnt ich mir dazu noch super vorstellen. Ich hatte allerdings nur puren Sonnenblumenstreich.
Zum Filet: Es schmeckt wirklich, wirklich lecker! So richtig Fischig...mmh - nicht ganz. Mit etwas Noriflocken und/oder Leinöl könnte es allerdings noch fischiger werden. Man kann das Ganze auch zu Fischstäbchen formen und in Paniermehl wälzen...ich war aber faul.


Und das zweite Gericht war...

Tofu-Fisch á la Bordelaise mit Rahm-Brokkoli und Gerstengraupen


Das Tofu-Fisch-Rezept hab ich im Vegetarierforum gelesen.
Hier ist es nochmal - für 2 Personen:

200g Tofu
1 EL Leinöl
1 EL Nori-Flocken (oder 1/2 - 1 Noriblatt)
1/2 Zitrone
Salz
1 EL Alsan o. Öl
1/2 Zwiebel
1 EL Hefeflocken
ca. 2 EL Paniermehl

Den Tofu mit dem Leinöl, Nori-Flocken, Zitronensaft und Salz pürieren und abschmecken.
In eine Auflaufform flach eindrücken (muss nicht ganz bis zum Rand gehen)
Die Zwiebel im Öl andünsten - minimal abkühlen lassen, und die Hefeflocken mit dem Paniermehl hinzufügen und gut vermengen. Diese Mischung dann auf die Tofu-Masse geben und bei ca. 220 Grad backen, bis es oben leicht anbräunt (ca. 10-15 Minuten). Nicht wundern - es hält nur minimal zusammen, wenn man es serviert - ist völlig in Ordnung!

Dazu hatten wir Brokkoli in etwas Sojasahne und Gerstengraupen.

Wirklich lecker! Mal was ganz anderes! Fand auch mein Gast...:) Es hatte durch das Leinöl und die Algen wirklich etwas fischiges an sich - eher "thunfischig" zwar, aber immerhin.

Das einzige Visch-Rezept, was mir noch fehlt, ist das mit Räuchertofustäbchen, die in Nori-Leinöl-Paniermehl angebraten werden...:)